Hummer
par jutscheka @jutscheka
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introduction
Meine Inspiration für meinen Keramikfigur kam aus dem Urlaub meiner Schwägerin. Sie liebt es ihre leckersten Mahlzeiten zu fotografieren und uns Daheimgebliebenen daran teilhaben zu lassen: es gab Hummer. Grund genug sich an dieses Tier zu wagen, vor allem, weil ich schon immer einen machen wollte.

Deliveries
Ich habe aus mehreren Gründen einen frühsinternden Ton benutzt, einerseits, weil ich diesen draussen dekorieren möchte (auch im Winter) und andererseits, weil ich zum Bemalen nur Engoben hatte, die für Steinzeugmassen nicht geeignet sind. Eine rote Masse hatte ich nicht zur Verfügung.
Im Vorfeld hatte ich Zeichnungen aus mehreren Perspektiven angefertigt. Das hilft sich in dem dreidimensionalen Prozess besser bewegen zu können.
Als Werkzeuge hatte ich die üblichen Modellierhölzer, eine Box, die zusammen mit einem Holzbrettchen, als Freiraum für den nach unten gebogenen Schwanz diente, Kanthaldraht, Engobe in Rot, Gelb und Schwarz und zum Schluss Transparentglasur.

Preparation and procedure
Nachdem ich die Skizzen angefertigt hatte, formte ich zuerst die Grundformen des Kopfes und des Schwanzes.
Die Beine wurden separat aus Wülsten geformt, in Form gebracht und mit den Modellierhölzer die charakteristische Form der Gelenke eingeritzt und angetrocknet.
Die typischen Panzerschuppen des Kopfes und des Schwanzes sind aus dünnen Tonplatten, welche dann auf diese mit Schlicker angeklebt wurden.
Die Fühler habe ich in Form und Länge, aus Kanthaldraht, meiner Skulptur angepasst, dünn mit Ton ummantelt und in den Kopf gesteckt. Ohne Draht hätte ich Angst gehabt, diese vorzeitig zu abzubrechen.
Nachdem die Beine und die Scherenarme angetrocknet sind und sich noch leicht verbiegen lassen, werden diese von unten an den Brustkorb geschlickert. Zum Trocknen habe ich die Scheren mit Tonbällen in ihrer Haltung fixiert.



The lobster gets color
Nachdem der Hummer komplett durchgetrocknet ist, habe ich ihn mit roter und schwarzer Engobe komplett bemalt. Auch die Unterseite, weil ich ja, wie gesagt, weissen Ton verwendet habe. Die Unterseite muss dann auch nicht glasiert werden und ist trotzdem passend farbig gestaltet.

bisque firing
Nun durfte der Hummer zum ersten Mal in den Ofen. Dort wurde er bei 950°C geschrüht.

The first look
Jetzt ist er etwas widerstandsfähiger. Farblich merkt man aber noch kaum eine Veränderung..

Glaze
Damit die Engobe gut hält und auch ihre farbliche Leuchtkraft erhält, wird der Hummer mit einer transparenten Streichglasur eingepinselt.

2nd firing: the glaze firing
Jetzt geht es für den Glasurbrand in den Ofen

For the first time in full color...
Und einen Tag, nach 1120°C, später kommt die ganze Farbe toll raus!

Impressions
Hier nur noch ein paar Bilder von meinem Hummer. Sieht doch fast zum Anbeissen aus ;-)





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